Selbstdarstellung des Verein JUKUS
Unser
Verein JUKUS (Verein zur Förderung von Jugend, Kultur und Sport. besteht seit
Jahren. Sie hat bis heute den Anspruch "für Jugendliche" und mit der
"Energie der Jugendlichen" zu arbeiten. Mit ihren Aktivitäten
versucht unser Verein den Bedürfnissen und Sehnsüchten Grazer
Jugendlichen mit Migrationshintergrund Antworten zu suchen und dem entsprechend
zu handeln. Vor allem versuchen wir das Zugehörigkeitsgefühl für die Stadt und
für das Land in dem sie leben zu fördern, deren natürlicher Teil sie ja auch
sind.
Die
ca. 40 jährige gesellschaftliche Entwicklung und Veränderung, brachte auch eine
neue Generation deren Denk- und Verhaltensweisen und Eigenschaften ganz andere
sind als ihre Vorgängergenerationen, dementsprechend haben sich auch einige
Probleme aufgelöst, andere neue sind entstanden. Aber leider haben sich die
Probleme, Widersprüche und Bedürfnisse der Jugendlichen mit
Migrationshintergrund, die hier geboren und sozialisiert wurden, in
den Bereichen Arbeit, Bildung und in sozialen Bereichen nicht aufgelöst.
Die
Integration der Jugendlichen in jegliche Bereiche der Gesellschaft in der
sie leben ist heute immer noch ein Problem, deren Überwindung ernsthaft in
Angriff genommen werden muss. Dieses Problem ist immer noch auf der
Tagesordnung sowohl bei Migranten- und einheimischen zivilen Organisationen als
auch bei verantwortlichen staatlichen Institutionen.
Der
Verein JUKUS geht von dem Grundsatz aus, dass die 2. und 3. Generation
Migrantenjugendlicher ein natürlicher Teil dieser Stadt und dieses Landes sind;
wir sind gegen jegliche Bemühungen, die mit religiösen oder nationalen
Vorwänden den Nationalismus und die Spaltung der hiesigen Gesellschaft
verstärken wollen; wir sind gegen jede Art der Spaltung im Arbeits- und
gesellschaftlichen Leben und setzten uns für die Integration und das
Zusammenleben der einheimischen Menschen und MigrantInnen ein.
Über
die Jugend mit Migrationshintergrund wird sowohl in Graz als auch
Bundesweit jeden Tag gesprochen, Untersuchungen werden gemacht,
wohlgemeinte Vorschläge geäußert und vielfach werden diese als „problematisch,
depressiv und mit einer Tendenz zur Kriminalität" bewertet. Aber es
darf nicht vergessen werden, dass Kinder und Jugendliche, die in Österreich
geboren sind und hier aufwachsen, unabhängig von ihrer nationalen, ethnischen
oder religiösen Herkunft, ein Teil dieser Gesellschaft sind. Die Probleme
entstehen in dieser Gesellschaft, also werden auch die Lösungen aus dieser
Gesellschaft heraus entwickelt werden. Die Herangehensweise, Jugendliche mit
Migrationshintergrund ständig und in ihrer Gesamtheit als problematisch
abzustempeln dient nicht einem Lösungsansatz, ganz im Gegenteil wird sie dazu
beitragen die Problematik zu verschärfen.
Wir, Verein JUKUS, möchten darauf aufmerksam machen, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht nur Probleme haben, sondern auch Bedürfnisse, Sehnsüchte und auch eine potentielle Kraft darstellen. Wir glauben daran, dass Mauern, die aus religiösen oder nationalen Interessen aufgebaut wurden, mit dem Engagement von Jugendlichen verschiedener Herkunft überwunden werden könne.
Die Intention unserer Vereinsarbeit ist es, mittels Angeboten, wie
Informationsveranstaltungen über aktuelle Themen, kulturelle Angebote,
wie Theater, Saz, Gedichtsgruppe und Literaturabende und sportliche Angebote,
wie Fussball und Volleyball und andere Angebote wie Filmabende,
Museums-Besuche, Fahrradtouren und Party’s sie beim Erwerb sozialer Kompetenzen
zu fördern, bei der Meinungsbildung über gesellschaftliche Zusammenhänge zu unterstützen
und den österreicherInnen und nicht österreichische Jugendlichen
ihre Gemeinsamkeiten nahezubringen und hervorzuheben. Denn oft dominieren die
Vorurteile im Alltagsdenken, so daß das Zusammenkommen der Jugendlichen
erschwert wird und das divergierende Leben im Alltag überwiegt. Und dies obwohl
Jugendliche, egal welcher Nationalität, sich stets im Alltagsleben, auf dem
Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz, in der Schule etc. begegnen. Jedoch ziehen sie
sich im privaten Leben in "ihre eigenen Ghettos" zurück. Unsere
Veranstaltungen dienen u. a. auch dazu beide Kulturen aneinander näher zu
bringen, um das Verständnis für einander zu stärken und um das Zusammenleben zu
fördern.
Alle Angebote waren für alle Interessierten und alle Nationalitäten offen und werden es auch in Zukunft sein. Insbesondere haben wir uns bemüht, dass mittels unserer Angebote die Begegnung zwischen ÖsterreicherInnen und anderen Nationalitäten vertieft und erweitert wird, so dass ein besseres Verständnis Füreinander erweckt und das Zusammenleben dadurch mehr gefördert wird. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir durchgehend versucht, möglichst viele Veranstaltungen kultureller oder informeller Art zweisprachig oder öfters auch nur in deutscher Sprache zu machen. Untermauert haben wir dieses Ziel auch damit, dass wir in regelmäßigen Kontakt und Kooperationsarbeit mit anderen Jugendeinrichtungen, Institutionen und Schulen eingetreten sind.
Wir
schauen der Zukunft voller Hoffnungen entgegen; weil wir wissen, wir sind nicht
perspektivlos… Von der Bildung zur Kunst, von Sport bis Kultur, von
Arbeit-Ausbildung bis hin zu sozialen Bereichen möchten wir unsere Aktivitäten
erweitern und ausbauen. Jeder, der sein Wissen und seine Begabungen
praktisch ausleben und erweitern möchte laden wir zu uns ein und sagen
"Let's
Do It Together".
